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Erstmalig findet die
Freiwillige Feuerwehr Immenreuth in einem Dokument aus dem Jahre 1861
Erwähnung: Neben Informationen über den Zusammenschluss hilfswilliger
Bürger des damals rein landwirtschaftlich strukturierten Dorfes enthält
dieses Papier eine Anweisung an alle Bürgerinnen und Bürger, in jedem
Haushalt Ledereimer bereitzuhalten und mit diesen im Brandfall der
Feuerwehr „zum Befüllen der Handdruckspritze zur Seit zu stehen“, des
weiteren auch „hohe Leitern und geeignet Werckzeug zum Brandorte zu
bringen“. Welche Art von Spritze damals zur Verfügung stand, ist leider
nicht überliefert. Erst ein Kaufvertrag und ein Werbeprospekt aus dem
Jahr 1901 geben Aufschluss über die Neuanschaffung einer
pferdebespannten, selbstansaugenden Handdruckspritze sowie der
dazugehörigen Schläuche und feuerlöschtechnischen Armaturen.
Untergebracht war diese Ausrüstung im alten Spritzenhäuschen im Mühlweg.
 

Entwicklung des Ortes Immenreuth:
Da zum
Ende der NS-Zeit sämtliche Unterlagen vernichtet worden waren, sind über
die Zeit während und zwischen der Weltkriege kaum Informationen
vorhanden. Erst Anfang der 50´er Jahre ging´s dann in Sachen Brandschutz
aufwärts. Durch die Ansiedlung vieler Flüchtlinge, vorwiegend aus Böhmen
und der Gablonzer Gegend, entstanden auch viele neue Arbeitsplätze. Zwar
wurde das große Basaltwerk am Bahnhof, das mittels einer
Materialseilbahn vom 7km entfernten Steinbruch auf dem Armesberg
versorgt wurde, abgebaut und als Reparationsleistung in die UdSSR
transportiert, doch sorgten die Ansiedlung großer Baufirmen, einer
Glashütte sowie zahlreicher Handwerksbetriebe (Glas, Porzellan,
Mosaiksteine, Holz, Metallbau) für ausreichend Arbeitsplätze im Ort.
Berühmtestes Immenreuther Produkt ist wohl die charakteristische
„Odol-Flasche“, deren Inhalt auch heute fast wohl noch in aller Munde
ist, auch wenn diese hier seit der Umstrukturierung der Glashütte in
einen kunststoffverarbeitenden Betrieb in den 60´er Jahren nicht mehr
gefertigt wird.

Entwicklung der FF Immenreuth
Mit der Motorisierung der Feuerwehr wurde
dieser Entwicklung der Gemeinde Rechnung getragen. Seit 1953 mit einem
„Tempo“ mit Doppelkabine, Tragkraftspritze TS6/6 und der
löschtechnischen Ausstattung ausgerüstet, erhielt die FF Immenreuth 1964
mit einem LF 8 auf Mercedes-Benz L309 ihr erstes Normfahrzeug sowie eine
TS8/8, die noch heute treu ihren Dienst versieht. Mit diesem Fahrzeug
zog man in das kurz vorher vollendete Gerätehaus in der Hofloher Straße
ein. Anfang der 70´er Jahre folgten ein Mehrzweckfahrzeug MZF auf VW
Bully, 1975 ersetzt durch einen Hanomag-Bus, ein Schlauchanhänger und
ein Pulverlöschanhänger. Mit der Beschaffung der ersten Atemschutzgeräte
im Jahr 1976 erweiterte sich das Aufgabenspektrum der Feuerwehr weiter.
1978 konnte nach mehrjähriger Bauzeit das erweiterte Gerätehaus
übergeben werden. Dem zunehmenden Maße an technischen Hilfeleistungen
trug die Gemeinde 1980 mit der Beschaffung eines LF 8 (Beladeplan II)
von Bachert/Ludwig auf MB 911 LAF (Allradantrieb) Rechnung, die
Feuerwehr finanzierte aus der Vereinskasse 1981 ein neues
Mehrzweckfahrzeug ( Ausbau Ludwig) auf MB 208, übrigens im weiten
Umkreis die ersten in Tagesleuchtfarbe RAL 3024 lackierten Fahrzeuge.
1985 erfolgte durch die Gemeinde die Beschaffung eines neuen
Pulverlöschanhängers P250, die Fa. Trassl-Plastik spendete der Wehr
einen Leichtschaumanhänger. 1988 wurde mit Mitteln aus der Vereinskasse
ein TLF 8/12 auf Unimog beschafft, 1989 konnten ein
Tragkraftspritzenanhänger günstig erworben sowie ein Lichtmastanhänger
in Eigenbau in Dienst gestellt werden. Einmal mehr wurde es eng im
Gerätehaus, und so wurde ab 1994 wieder gebaut, um zwei weitere
Stellplätze und dringend benötigte Räumlichkeiten zu erhalten. Bei der
Segnung des Erweiterungsbaus im Jahr 1996 wurde gleichzeitig ein neues
MZF auf Renault Trafic 4x4 (Ausbau Scherm) aus Mitteln des Vereins in
Dienst gestellt. 1997 erwarb die Wehr ein gebrauchtes TLF16/25 von
Magirus, das mittlerweile in über 3.800 Stunden Eigenarbeit unserer
Gerätewarte einen komplett neuen und einzigartigen Aufbau erhielt, der
die gesamte Ausrüstung für den Ersteinsatz bei Bränden und zu
technischen Hilfeleistungen aufnimmt.
Im Januar 2009 modernisierten wir unser
Fuhrpark mit einem Iveco Magirus HLF 20/16. |